Liebes Publikum
Wenn wir so ein Vorwort schreiben, dann müssen wir ein halbes Jahr vorausdenken, damit das, was Sie jetzt lesen, nicht Schnee von gestern ist. Aber woher sollen wir wissen, wie der Schnee in einem halben Jahr sein wird? Gerade ist Merz. Der bleibt noch eine ganze Weile. Da wollen wir gar nicht groß denken. Die Schlaglöcher auf den halleschen Straßen werden gerade mit bunter Leuchtfarbe umrandet, damit die Fahrradkuriere nachts nicht darin verschwinden und wir ewig auf unsere Pizza warten müssen. Das Geld fehlt nicht nur hinten und vorn, sondern auch unten und ganz unten. Aber schon Marx hatte uns das vorausgesagt: Die Hallenser haben das „Manifest des Zukunftszentrums“ und irgendwelche Wenige das „Kapital“. Wir sind aber selbst schuld und wollten Marx ja nicht lesen: „Der faulende, parasitäre Kapitalismus“. Oh, das war ja von Lenin, dem Verbrecher. Wir kehren lieber wieder auf den sicheren Boden der halleschen Straßen zurück. Da wissen wir genau, besser wird’s nicht.
Was könnte also in einem halben Jahr Thema sein? Natürlich die Landtagswahl. Wir haben früher ja den Witz gemacht „Wahlen ändern nichts, ansonsten wären sie verboten“. Heute machen wir einen anderen Witz: „Wenn Sachsen /Anhalts Frauen mehr Rechte wollen, meinen sie nicht im Landtag“
